Speicher auf Atomarer-Ebene – 1 Bit entspricht 12 Atomen

Forscher der Hamburger Max-Planck-Gesellschaft und von IBM haben zusammen den kleinsten Speicher der Welt gebaut und getestet. Statt Speicherelemente immer mehr zu verkleinern, haben die Forscher umgedacht und den Speicher direkt mit Atomen aufgebaut.

Genau 12 Atome, je zwei Ketten aus sechs Atomen, braucht es um ein Bit, die kleinste Dateneinheit, zu speichern berichtet golem.de. Schaut man sich aktuelle Festplatten an, verbraucht ein Bit etwa eine Million Atome. Die Neuentwicklung ist so minimalistisch, dass die Speichereinheiten nichtmal mit Hilfe eines Supermikroskops sichtbar gemacht werden können. Eine Computersoftware erfühlt die Datenbits.

Aktuell wird noch an den Grundlagen geforscht. Der 12_Atom-Speicher funktioniert bisher nur bei -268 Grad Celsius zuverlässig. Für einen Alltagseinsatz bei Raumtemperaturen werden vermutlich zwischen 150 und 200 Atomen pro Bit verbraucht, so die Forscher. Selbst dies würde die Computertechnologie revolutionieren und unglaublich kleine Geräte und Speicher ermöglichen. Bis die Technologie marktreif wird, werden noch einige Jahre vergehen. Die Grundsteine sind aber schon gelegt.

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